Treppenlifte und die Finanzierung

Entscheidungshilfe für den Treppenlift

Oft, ist es das Treppen steigen, welches den Menschen im Alter oder bei vielen Erkrankungen schwerfällt. Treppenlifte sind eine hervorragende Alternative die abhandengekommene Mobilität wiederzuerlangen. Doch oftmals ist die Anschaffung eines Treppenlifts eine Frage der Kosten.

Glaubt man, dass um die 3.000 Euro ausreichend sind, kann man mit dieser Kalkulation ganz schnell ins Hintertreffen geraten, wenn es beispielsweise um eine kurvige Treppe geht. Die notwendigen Umbauten können auch schon mal 15.000 Euro übersteigen. Daher ist im Vorfeld genau zu prüfen, mit welchen finanziellen Ausgaben zu rechnen ist, ehe ein solches Projekt in Angriff genommen wird.

Bei den Preisen ist die Bauform von einem Treppenlift zu berücksichtigen. So bietet sich der Plattformlift vor allem für Rollstuhlfahrer an. Dieser ist allerdings auch sehr kostenintensiv, wenn er mit einem Steh- bzw. Sitzlift verglichen wird. Wer technisch und handwerklich nicht so bewandert ist, sollte vor dem Erwerb in jedem Fall einen Profi zu Rate ziehen, welcher berät und dabei hilft einen optimalen Treppenlift auszuwählen.

Krankenkassen und weitere Fördermöglichkeiten

Es besteht kein gesetzlicher Anspruch gegenüber den Krankenkassen für den Einbau von Treppenliften. Deshalb sollte eine Anfrage bei der Pflegeversicherung gestellt werden. Sie können einen Zuschuss zahlen, wobei die Höhe bei rund 4.000 Euro erschöpft ist. Auch wenn dieser Betrag nicht erreicht wird, muss der Bedürftige einen Eigenanteil von wenigstens 10 % tragen. Zusätzlich können die Einkommensverhältnisse geprüft werden und ein weiterer Eigenanteil anfallen. Es werden auch nur Zuschüsse gewährt, wenn eine Pflegestufe vorliegt. Weiterhin ist zu prüfen, ob die Vorversicherungszeiten erfüllt wurden.

Sind diese Möglichkeiten für den Einzelfall nicht zutreffend, kann auch ein günstiger Kredit bei der KfW Bank beantragt werden. Diese fördert auch den Kauf von einem Treppenlift bis zu 5 % der Kaufsumme. Es ist individuell zu prüfen, ob diese Förderung kombiniert werden kann. Zu denken ist an andere Zuschüsse. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen. Die möglichen Institutionen, bei denen ein Antrag gestellt werden kann, sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Bei den möglichen Kostenträgern kann an den Landeswohlfahrtsverband, an die gesetzliche Rentenversicherung oder die Unfallversicherung herangetreten werden. Auch der Gedanke den Treppenlift steuerlich abzusetzen, sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Es kommt auch auf den Umstand an, weshalb ein Treppenlift benötigt wird. War es beispielsweise ein Arbeitsunfall, können die Kosten von der Berufsgenossenschaft übernommen werden. Liegt ein Unfall mit Fremdverschulden vor, ist die Lage schon wieder ganz anders. In diesem Fall könnte die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners herangezogen werden.

In jedem Fall ist zu beachten, dass vor dem Kauf klar sein muss, wer die Kosten, in welcher Höhe übernimmt. Hierfür reicht eine mündliche Zusage nicht aus. Außerdem ist eine professionelle Beratung wichtig, welcher Treppenlift für den zu Bedürftigen der Richtige ist.