Pflegeleistungen im Überblick

Arten der Pflegeleistungen

Der Staat ist bemüht, es den pflegebedürftigen Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten. Deshalb gibt es eine Vielzahl von Pflegeleistungen, die beantragt werden können. Zu beachten ist, dass nicht automatisch derartige Leistungen erbracht werden und auch nicht rückwirkend genehmigt werden. Sobald es sich abzeichnet, dass Hilfe im Alltag benötigt wird, ist zu prüfen, welche der Pflegeleistungen hilfreich sein könnten. Daher zunächst einen Überblick, welche Leistungen zur Verfügung stehen.

Grundleistungen

  • Pflegegeld
  • Pflegesachleistungen
  • Extra Leistungen
  • Tages- und Nachtpflege
  • Kurzeitpflege
  • Ersatz- und Verhinderungspflege
  • Hilfsmittel
  • Verbesserung der häuslichen Situation
  • Umzugskosten in ein Pflegeheim

Weitere finanzielle Unterstützungen zu dem Pflegegeld und den Pflegesachleistungen bei einer betreuten Wohngemeinschaft

Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Verhinderungspflege

Als Erstes geht der Gedanke hin zum Pflegegeld. Das Pflegegeld beinhaltet eine regelmäßige monatliche Zahlung in Höhe der festgestellten Pflegestufe bzw. dem Pflegegrad ab 2017. Die pflegebedürftige Person bekommt das Pflegegeld ausgezahlt, sobald sie unterstützt wird. Es muss keine gelernte Pflegeperson sein.

Wird ein Betroffener von einem Pflegedienst betreut, stehen ihm Pflegesachleistungen zu. Zwischen der zuständigen Pflegekasse und dem Pflegedienst erfolgt hierfür die Abrechnung.

Die Tages- und Nachtpflege fällt in die Rubrik der Extraleistungen. Ist es eine teilstationäre Pflege, werden nur die Kosten für die Pflege und die Betreuung von den Pflegekassen übernommen. Die Ausgaben für die Unterkunft und Verpflegung hat der zu Betreuende selbst zu tragen.

Des Weiteren kann die Kurzzeitpflege in Betracht kommen. Bis zu einer gewissen Höhe, wobei der Betrag nicht pauschalisiert werden kann, werden die Kosten für eine zeitweilige Heimunterbringung von der Pflegekasse übernommen.

Erstreckt sich die Pflege über einen geraumen Zeitraum, kann auch die Pflegeperson einmal verhindert sein. Sei es, dass sie selbst sich etwas erholen muss oder andere Gründe, die nicht angegeben werden müssen. Dann tritt die zu beantragende Ersatz- oder Verhinderungspflege ein. Eine ungelernt oder eine Ersatzpflegeperson kann für diesen Zeitraum einspringen und dafür bezahlt werden.

Erklärungen zu den weiteren Optionen

Bis zu diesem Punkt sind die möglichen Leistungen vielen Menschen bekannt und es erfolgt eine Inanspruchnahme durch Beantragung. Auch bei den Hilfsmitteln gibt es viele Leistungen, die von Bedürftigen benötigt, beantragt und genehmigt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Hörgeräte
  • Rollatoren
  • Prothesen
  • Wannenlifte

Der Arzt schreibt bei Bedarf eine Verordnung aus, welche bei der zuständigen Krankenkasse einzureichen ist. Erst nachdem eine Genehmigung vorliegt, kann der nächste Schritt vollzogen werden.

Bei der Verbesserung der häuslichen Situation kann auch wieder an die Pflegekassen herangetreten werden. So werden die Kosten für den Umbau einer behindertengerechten Wohnung erstattet, beispielsweise der Einbau einer Rollstuhlrampe, eines Treppenlifts oder von Vorrichtungen im Sanitärbereich.

Ist die Entscheidung gefallen in ein Pflegeheim umzuziehen, ist dieser Schritt wiederum mit teilweise nicht unerheblichen Kosten verbunden. Vor dem Umzug ist bei der Pflegekasse zu klären, ob die Kosten und wenn ja, in welcher Höhe sie übernommen werden. Vor der Umzugsplanung muss eine schriftliche Bestätigung vorliegen.

Beim Betreuten Wohnen können auch Zuschüsse beantragt werden. Welche Voraussetzungen hier im Einzelnen erfüllt sein müssen, ist bei den Pflegekassen zu erfragen.