Dekubitus bei der Pflege vermeiden

Für bettlägerige oder im Rollstuhl sitzende Menschen, gibt es ein besonders großes Risiko, dass sie durch langes Liegen oder langes Sitzen ein Druckgeschwür bekommen. Das s.g. Wundliegen oder -sitzen wird als Dekubitus bezeichnet und ist immer ein großes Problem, sowohl für die Pflegefachkräfte im Pflegeheim als auch für pflegende Angehörige bei der häuslichen Pflege. Diese Wunden entstehen von alleine, doch mittlerweile gibt es bestimmte Hilfsmittel, durch die man Dekubitus vorbeugen kann.

Es ist nämlich so, dass ein gesunder Mensch seinen eigenen Körper bewegt, um den Gewichtsdruck verteilen zu können. Doch bei den kranken Menschen ist das anders, da sie in ihrer Beweglichkeit vollkommen eingeschränkt sind und diese regelmäßige Druckentlastung nicht leisten können. Das kann Diabetiker mit bestimmten starken Nerven-Gefühlsstörungen umfassen, aber auch Menschen mit Bewusstseinstrübung. Als Pflegekraft muss man sich bereit fühlen, diesen Menschen zu helfen und ihnen das Leiden zu verringern.

Moderne Hilfsmittel bieten Schutz vor Dekubitus

Heutzutage gibt es sehr viele verschiedene Hilfsmittel im Angebot, die den chronischen Druckgeschwüren vorbeugen können. Dabei handelt es sich um eine Spanne zwischen einfachem Lagerungskissen oder teuren Spezialbetten. Doch alle Hilfsmittel basieren auf demselben Prinzip. Der Druck auf den gefährdeten Hautstellen wird verteilt und somit verringert. Früher wurden die beanspruchten Stellen weich gelagert, um den Druck zu verringern, doch heutzutage versucht man, den Druck auf eine große Fläche möglichst gut zu verteilen. Dies kann durch moderne Hilfsmittel erreicht werden, die den Druck auf die belasteten Körperbereiche verringern. Besonders gefährdet, können bei alten Menschen die Fersen sein.

Für Patienten, die unter einem hohen Risiko an Dekubitus leiden, ist eine Spezialmatratze mehr als sinnvoll. Das kann zum Beispiel eine aus viskoelastischem Schaum gefertigte Matratze sein, die den Druck optimal verteilt. Dieses Material passt sich, abhängig von Körperwärme und Gewicht, der individuellen Körperform jedes Patienten an. Durch die gleichmäßige Verteilung des Auflagedrucks kann dem Wundliegen vorgebeugt werden.

Da die Rollstuhlsitzer auf eine andere Art und Weise unter Dekubitus leiden können, gibt es für sie besondere Anti-Dekubitus-Sitzkissen, die im Oberschenkel-Bereich benutzt werden. Mit der anatomischen Form und den speziellen Füllmaterialien bietet dieses Kissen eine stabile Positionierung und somit eine Druckentlastung.

Regelmäßig umlagern und mobilisieren

Doch eine Anti-Dekubitus-Matratze reicht nicht aus, wenn es sich um das Vorbeugen der Dekubitusprophylaxe handelt. Die Pflegenden müssen den Patienten regelmäßig umlagern oder mobilisieren, letztendlich auch Bewegungsübungen durchführen. Die Mobilisation umfasst die Förderung der s.g. „geistigen Mobilität“ des Patienten. Die geistige Mobilität ist eine Voraussetzung für die körperliche Bewegung des Patienten. Dabei kann man den Geist durch Lesen, Gespräche oder andere aktive Übungen fördern und somit den Körper fit halten. Weiterhin ist eine sorgfältige Hautpflege ein Teil der Dekubitusprophylaxe.

Wenn man die Haut richtig pflegt, verringert man das Risiko für Dekubitus. Zur korrekten Hautpflege gehört das Waschen mit kühlem Wasser, da das warme Wasser die Haut stärker schädigen kann. Man sollte auf Waschzusätze verzichten, wenn das möglich ist und stattdessen flüssige und waschaktive Substanzen bevorzugen. Bei einer sehr trockenen und spröden Haut werden Ölbäderzusätze empfohlen.