24 Stunden Betreuung zu Hause vs. Altenheim

Viele Senioren bevorzugen es, „an ihrem Ort zu altern“ und ihre späteren Jahre in ihrem eigenen Zuhause zu verbringen, besonders wenn sie mit dem veralteten Konzept alter „Pflegeheime“ konfrontiert werden. Allerdings hat der Senior heute eine große Auswahl und kann selber bestimmen, wie das Leben in den kommenden Jahren aussehen wird. Das bezieht sich sowohl auf noch aktive Senioren, die sich einfach nur Ruhe wünschen, als auch auf Senioren mit medizinischen Bedingungen, die von einem einfachen Zugang zu medizinischer Versorgung profitieren würden.

Es gibt bei dieser Entscheidung natürlich Gründe dafür und dagegen, sodass man nicht einfach entscheiden kann, ob man zu Hause bleibt oder in eine Pflegeeinrichtung zieht.

Die Pflege an sich

Während die häusliche Pflege definitiv eine Möglichkeit ist, ist es wichtig zu überlegen, wie viel Pflege ein Senior brauchen wird und wann er sie brauchen wird. Es gibt Agenturen, die eine Reihe von Dienstleistungen anbieten, beginnend mit der Unterstützung bei den täglichen Aufgaben (wie das Zubereiten von Mahlzeiten, Einnahme von Medikamenten, Körperpflege, etc.) über einfache Begleitung bis hin zu intensiverer medizinischer Versorgung. Die Senioren können sogar Physiotherapeuten und Ergotherapeuten veranlassen, regelmäßig zu Hause vorbeizuschauen, um die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten.

Auf der anderen Seite sind Pflegeheime wahrscheinlich der bequemste Weg, um sicherzustellen, dass ein geliebter Mensch immer sofort Zugang zu medizinischer Pflege haben wird. Es ist wichtig zu überprüfen, was eine potenzielle Einrichtung bietet, da sie variieren kann. Gerade deshalb werden Altersheime weniger geschätzt, als sie in der Wirklichkeit verdient hätten. Einige Einrichtungen bieten den zusätzlichen Vorteil, eine Reihe von Betreuungsoptionen anzubieten, die es den Bewohnern ermöglichen, sich nach Bedarf zu bewegen.

Zum Beispiel kann ein Bewohner eine Knieoperation benötigen, so dass er oder sie für die sechs Wochen der Genesung in den Reha-Flügel der Einrichtung ziehen und dann in seinen oder ihren permanenten Raum zurückkehren kann, sobald er oder sie sich erholt haben. Es gibt also Argumente, die sowohl für eine 24 Stunden Betreuung als auch für ein Altersheim sprechen.

Die Veränderung

Ein Senior zieht es oft vor, in seinem Haus zu bleiben, wo er so viele Erinnerungen geschaffen hat und wo er mit der Lage aller Notwendigkeiten, Möbel, Lichtschalter und Toiletten vertraut ist. Ein Nachteil ist jedoch, dass ein einmal handhabbares Haus leicht schwierig zu pflegen ist, besonders mit allen Aktivitäten wie Rasenpflege, Reinigung und Hausarbeiten für ein großes Haus. Das ist meistens der Grund, wieso sich die älteren Menschen für eine 24-Stunden-Pflege entscheiden. Sie bleiben Zuhause und haben trotzdem eine Pflege rund um die Uhr.

Einige Senioren, vor allem diejenigen in der Anfangsphase der Demenz, finden Veränderungen besonders verwirrend und verstörend. Der Umzug in eine neue Wohnanlage kann erhebliche Frustration und Sorgen verursachen. Doch für diejenigen, die in einem hohen Alter sind und dazu noch relativ gesund, können in einem Altersheim viele neue Freunde kennenlernen und sich gerade die verbliebenen Jahre gemütlich machen.

Heutige Altersheime bieten häufig Hotel-ähnliche Annehmlichkeiten und viel geteilten Raum für das Unterhalten der Freunde und der Familie an, die zu Besuch kommen können. Somit sollte man das Altersheim auf keinen Fall als Möglichkeit ausschließen und noch einmal die Vor-und Nachteile sorgfältig bedenken.